Autor: Marina Weisband

Crowdfunding für aula!

Hallo zusammen! Heute wende ich mich mit einer persönlichen Bitte an euch. Ihr habt vielleicht schon gelesen, wie politik-digital e.V. und ich mit aula.de ein wichtiges Projekt für direkte demokratische Mitgestaltung an Schulen (und damit fürs Leben!) machen. Beteiligung soll real fassbare Früchte tragen. Schülerinnen und Schüler dürfen die Regeln ihrer Schule gestalten, Räume, Veranstaltungen und so weiter. Einzige Bedingung: sie müssen selbst für ihre Finanzierung aufkommen. Da man mit Kuchenverkauf und Elternhilfe nur so und so viel auf die Beine stellen kann, möchten wir den SchülerInnen helfen, ein eigenes Budget zur Verfügung zu haben, mit dem sie auch größere Dinge an ihrer Schule gestalten können. Schülerinnen und Schüler in Hamburg, Jena, Freiburg und Nottuln sammeln deshalb Geld, das sie für eigens erdachte Ideen benutzen können. Die GLS-Treuhandstiftung ist so freundlich, jeden Euro, den sie sammeln, bis zu 1500€ zu verdoppeln. Die Schulen hoffen also auf jeweils 3000 Euro, mit denen sie im kommenden Jahr agieren können. Für uns ist sehr wichtig, zu zeigen, was SchülerInnen von weiterführenden Schulen auf die Beine stellen können, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt. Erfolgserlebnisse aus echter Teilhabe sind das beste Mittel gegen Populismus und politische Apathie. Ihr könnt mithelfen! Besucht eine der Crowdfundingseiten (oder alle!) für Freiburg Nottuln Hamburg Jena und spendet bitte, was euch so ein Projekt und seine Verbreitung wert sind. Neben meinem gewichtigen Dank und meiner ewigen Liebe winken auch...

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Zeit zu kämpfen

Anfang 2016 droht die Stimmung in Deutschland angesichts der „Flüchtlingskrise“ zu kippen – nach rechts. Marina Weisband macht sich Gedanken dazu, was man dagegen tun kann.

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Setzen wir die falschen Prioritäten?

Wir sind als Generation enttäuscht, weil unsere Eltern uns damals, aus ihrem Wohlstand heraus, gesagt haben, wir können alles werden, was wir wollen. Es stimmt aber. Wir können alles werden, was wir wollen. Technisch gesehen haben sie nie behauptet, wir könnten Geld damit verdienen. Warum sind wir zufrieden damit, auf einem völlig übersättigten Arbeitsmarkt unbezahlte Praktika zu absolvieren, um irgendwann die Chance zu bekommen, einen prekären Job zu machen, der keine Familie mehr ernähren kann? Warum schweigen wir dazu, dass wir im Alter vermutlich kaum Rente bekommen werden, aber wir gehen auf die Straße, weil ein paar tausend Leute aus Kriegsgebieten zu uns kommen? Als gäbe es da einen Zusammenhang. Ich will Menschen, die mit mir wütend auf die Straße gehen. Aber gegen Fehlinvestitionen. Gegen völlig aussichtslose Rentenreformen. Gegen eine Bildungspolitik, die an den Bedürfnissen der Zukunft vorbei geht. Nicht gegen Geflüchtete! Warum schaffen wir es als Bevölkerung eines Landes nicht, die wirklich wichtigen Probleme zu sehen, die katastrophal sind? Und empören uns über Dinge, die morgen irrelevant sind? Wir verpixeln unsere Häuser bei Google, nehmen aber unkontrollierte Geheimdienste als Tatsache hin. Wir meckern über Rundfunkgebühren, finden uns aber damit ab, dass Arbeitskraft immer weiter ausgebeutet wird. Wir regen uns über Lokführerstreiks auf, weil unser Zug etwas später kommt, und ignorieren den Streik ob der Perspektivlosigkeit so ziemlich aller Pflegeberufe. Und wir gruseln uns vor der Alphabet Holding, anstatt...

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