Irgendwann im Leben eines Menschen kommt eine seltsame Zeit. Man sitzt in einem Büro und unterschreibt einen Mietvertrag. Wer vertraut mir schon eine Wohnung an? Warum sollte man das tun?
Vorher war “Frau Weisband” meine Mutter.
Nachher bin “Frau Weisband” ich.
Vorher zählte man freudig die Tage bis zu seinem Geburtstag.
Nachher zählt man mit Schrecken die Tage bis zu seinem Geburtstag.
Vorher habe ich in Debatten argumentiert: “Wenn meine Eltern in ein anderes Bundesland umgezogen wären, wäre ich in der Schule nicht mehr klar gekommen.”
Nachher argumentiere ich: “Wenn ich in ein anderes Bundesland umziehe, kommen meine Kinder nicht mehr in der Schule klar.”
Vorher erzählt man seiner Mutter, dass man schwanger ist, und sie sagt “Oh Gott!!”.
Nachher erzählt man seiner Mutter, dass man schwanger ist, und sie sagt: “Oh endlich!”
Das ist ein dünner, fast unsichtbarer Punkt. Was zur Hölle passiert da eigentlich? Habe ich irgendeinen Hebel umgelegt? Man sagt ja: never change a running system. Was zur Hölle ist bloß passiert…

Wir nähern uns dem Thema Partizipation aus umgekehrter Richtung. Will aber niemanden mit meinen Erkenntnissen belabern. Aber zur Information:
Die parlamentarische Demokratie wurde erfunden, die Partizipation des Volkes zu verhindern. In den „Federalist Papers“, die für die US-amerikanische Verfassung warben, ist der einzige Satz in Großbuchstaben: „THE TOTAL EXCLUSION OF THE PEOPLE, IN THEIR COLLECTIVE CAPACITY, from any share in“ administration (Federalist Papers Nr. 63).
In den Geheimen, aber protokollierten Verhandlungen zur US-Verfassung in Philadelphia ist klar, die anwesenden Großgrundbesitzer wollen ihren Einfluss sichern, weil sich die Bevölkerung vermehrt, der Grundbesitz nicht: „Der Grundbesitz ist derzeit vorherrschend. Aber im Laufe der Zeit …, wenn die Zahl der Grundbesitzer … verhältnismäßig klein sein wird, wird … bei künftigen Wahlen nicht das Grundbesitzinteresse überwiegen, und was wird aus Ihrer Regierung, wenn nicht klug dagegen vorgegangen wird? Wenn in England heute die Wahlen für alle Bevölkerungsschichten offen stünden, wäre das Eigentum der Grundbesitzer unsicher. Bald würde ein Agrargesetz in Kraft treten. Wenn diese Beobachtungen gerechtfertigt sind, sollte unsere Regierung die dauerhaften Interessen des Landes vor Innovationen schützen. Grundbesitzer sollten an der Regierung beteiligt bleiben, um diese unschätzbaren Interessen zu unterstützen und die anderen auszugleichen und zu kontrollieren. Sie sollten so beschaffen sein, dass sie die Minderheit der Wohlhabenden vor der Mehrheit schützen“ (Madison laut Yates 1787).‘‘
Das Mittel sind Wahlen: Man wählt die „Besten“, also bessere Leute als man selbst ist, aber nur temporär. Einen temporären Adel, der nur noch darauf bedacht ist, gewählt zu werden oder wiedergewählt zu werden. Hohe politische Kosten. Gemeinwohl ist kein Thema.
Rousseaus‘ „volonte génerale“ sieht ein System ohne Gewerkschaften, Parteien und Kirchen vor, in dem jeder unabhängig Meinungen vertritt. Dies ergibt eine Normalverteilung, 50 Jahre vor Gauss, in der 68 % der Mehrheitsmeinung mehr oder weniger zustimmen. Die 16 % der einen und die 16 % der entgegensetzten Meinung eliminieren sich, so dass demokratische Entscheidungen so gesehen einstimmig sind.
liebe frau-mutter-politikerin-kuenstlerin-denkerin-lebensschuelerin-menschenfreundin Marina Weißband. eben habe ich im radio kultur das interwiew mit ihnen gehoert. es hat mich fasziniert wie reflektiert, offen und total authentisch sie gesprochen haben. eben habe ich in ihrer internetseite gestoebert. hut ab vor ihren beitraegen ideen und gedanken. bin jetzt 63 jahr und habe 3 kinder, 3 enkelkinder und mein ganzes leben mehr oder weniger mit minderwertigkeitskomplexen und versagensängsten gelebt. was ich erst vor einigen jahren begriffen habe. haette meinen kindern nicht Ihre klarheit und reflektion vermitteln koennen , weil ich immer angepasst verbunden mit immer liebsein und in sich hineinfressen gelebt habe.meinem aeltesten sohn heute 45j. habe ich sein angepasstsein, meiner tochter 40j. ihre rebeellion und meinem juensten sohn 27j. seinen freiheitssinn innerlich als bedrohung fuer mich als mutter empfunden und manchmal leider dann darueber beleidigt war. heute kann ich dieses zumindestens schon erkennen.habe sehr gute kinder und enkelkinder ,fuer die ich sehr dankbar bin. weil ich glaube, dass aus ihnen mit allen schwierigkeiten die sie natuerlich auch haben auf grund meiner komplexbehafteten erziehung gute menschen geworden sind, da ich bestimmte menschliche werte klar vermittelt habe(werte meiner eltern)z.B. war mein vater 5 jahr in russischer gefangenschaft und er hat immer wieder erzaehlt, das es deutsche und russen solche und solche gibt also gute und böse und wir immer dran denken sollen nichts und niemand ueber einen kamm zu scheren,oder wie wichtig essen als “nahrung”(selten nur als genussmittel) ist und noch so einiges wo ich heute staune z.Bsp das die menschheit aufgrund der “Roboter” keine arbeit mehr haben werden und sie zu hauf verhungern, oder das menschen die roboter so bauen werden das sie nicht mehr von menschen steueerbar sind,weil sie sich selbst steuern). also alles dinge die in den anfang 70-zigern noch nicht abzusehen waren. Danke fuer ihre ideen und gedanken. ich werde ihren blogg meinen kindern und enkelkindern mitteilen. zu dem aula system koennten sie vielleicht im blog ausfuerlicher schreiben denn im interview war es gut zu verstehen, denn es ist noch in viel groesserem rahmen demokratie von unten.( zb. kirchengemeinden,sportvereinen uns.)
also nochmal vielen dank und Gott segne behuetet und leite sie . editha lemm( seit diesen monat rentnerin)